Kurze Bemerkungen über den jeweils aktuellen Stand zu H5N1-Infektionen bei Tier und Mensch:H5N1: Abstracts etc. (Engl.)
16.09.2008
- Bisher dachte man, Haustauben wären resistent gegenüber H5N1. Neue Untersuchungen von Beibei et al. weisen jedoch nach, daß man bei Haustauben mit chinesischen H5N1-Stämmen (von 2002-2004) eine
klinische Symptomatik auslösen konnte, von der sich die Tiere jedoch alle schnell und vollständig erholten. Es kam zu einer klaren Serokonversion auch auch zur Virusausscheidung (Kloake, Oropharynx).
Als möglicher Überträger für H5N1 muß daher auch die Haustaube gelten.
- Neue Vogelgrippe-Ausbrüche bei Geflügel in Laos
- Die sich immer weiter entwickelnde Resistenz von verschiedenen Grippeviren gegen Oseltamivir wird von Gesundheitsbehörden sehr kritisch beobachtet.
- Togo: Quarantäne-Gebiet für Vogelgrippe wurde erweitert.
- WHO Resumé: Das H5N1-Virus hat zwar Millionen von Vögel infiziert, bisher aber weniger als 400 Menschen (2008: 36 Fälle). In mehr als 60 Ländern ist das Virus gefunden worden. Da es sich ständig
verändert und anpaßt, ist die Möglichkeit einer Pandemie größer als zuvor. Hohe Bevölkerungsdichte, enger Kontakt mit Geflügel, Naturkatastrophen sowie Klima-Erwärmung könnten zu einer weiteren
Steigerung der Gefahr beitragen.
12.09.2008
- 2 weitere H5N1-Fälle (Mensch) wurden in Indonesien rückwirkend bestätigt. Damit erhöht sich die Anzahl der Erkrankungen in diesem Land auf 137 Fälle. 112 davon starben (81%).
- Wissenschaftler beschäftigen sich erneut mit der Pandemie von 1918. In Überlebenden fand man jetzt noch zirkulierende B-Zellen (als Antwort auf das H1N1-Virus). Normalerweise persistieren diese
Antikörper nur wenige Wochen oder Monate.
- In Togo, West-Afrika, wurde Quarantäne über ein Dorf verhängt, nachdem 4000 Hühner plötzlich verendet waren. Proben werden derzeit auf H5N1 getestet.
- Lt. WHO wurden bisher weltweit 385 H5N1-Fälle beim Menschen gemeldet. 243 davon starben (63%).
(Quellen auf Anfrage) |